Bisherige Preisträger:innen

Prix ROREP 2026

Der Prix ROREP 2026 ging an zwei Preisträgerinnen/Preisträger:

Jean Miczka für sein Projekt «Die Frage des Naturzugangs angesichts der Entwicklung des Skitourensports in der Schweiz».

Skitouren erfreuen sich in der Schweiz wachsender Beliebtheit und tragen zur touristischen Diversifizierung von Bergregionen bei. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen im Spannungsfeld von freiem Naturzugang, Umwelt- und Wildtierschutz sowie unterschiedlichen Nutzungsinteressen. Das Projekt untersucht am Beispiel der Walliser Alpen, wie der Zugang zur Natur zwischen Tourengänger, Gemeinden, Bergbahnen, Naturschutzorganisationen und weiteren Akteuren ausgehandelt wird.

Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Governance des Naturzugangs in einer Zeit verändert, in der Besucherzahlen steigen und Schutzansprüche zunehmen. Mit qualitativen Interviews, Feldbeobachtungen und einem transdisziplinären Workshop werden unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und neue Erkenntnisse zu den Aushandlungsprozessen rund um den Naturzugang gewonnen. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zum Verständnis aktueller Veränderungen im alpinen Tourismus und unterstützt den Dialog zwischen Forschung, Praxis und Politik.

Hannah Widmer für ihr Projekt «Bewegen, verweilen, begegnen – Nutzungsmuster und Bedeutungszuschreibungen des öffentlichen Raums»

Öffentliche Räume sind zentrale Orte des gesellschaftlichen Lebens. Sie ermöglichen Begegnungen, Bewegung, Erholung und Teilhabe, stehen jedoch zunehmend unter Druck durch Privatisierung, Kommerzialisierung und veränderte Nutzungsansprüche. Das Projekt untersucht, wie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen öffentliche und halböffentliche Räume nutzen, welche Bedeutung sie ihnen zuschreiben und welche sozialen Unterschiede dabei sichtbar werden.

Grundlage bildet eine schweizweite Umfrage zum öffentlichen Raum mit über 1’100 Teilnehmenden, die im Auftrag des Vereins OpenSquare durchgeführt wurde. Mithilfe vertiefter statistischer Analysen werden Zusammenhänge zwischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort und der Nutzung sowie Wahrnehmung öffentlicher Räume untersucht. Die Ergebnisse werden zudem mit Erkenntnissen aus früheren Untersuchungen zur tatsächlichen Nutzung von Quartierplätzen verglichen.

Das Projekt liefert wichtige Grundlagen für die Planung und Gestaltung von Frei- und Grünräumen und trägt dazu bei, öffentliche Räume besser an die Bedürfnisse unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen anzupassen.

Prix ROREP 2025

Der Prix ROREP 2025 wurde an folgende Preisträgerin verliehen:

Jacob Geuder für sein Projekt «Wohneigentum Erforschen und Verstehen»

Das Projekt «Wohneigentum Erforschen und Verstehen» fördert die Demokratisierung der Stadtentwicklung durch partizipative Forschungsansätze. Dazu werden in einer Workshopreihe die Zusammenhänge von Wohneigentum und Verdrängung untersucht, Methoden zu deren Erfassung entwickelt und der Prozess der partizipativen Eigentumsforschung nachhaltig dokumentiert. Ziel ist es, die hochpolitisierte Debatte, um das Recht auf Wohnen durch faktenbasierte Analysen zu bereichern und mit einem gedruckten Handbuch und einer Website den Forschungsprozess im Sinne der citizen science breit zugänglich zu machen. Das Ergebnis dieses Prozesses ist der Werkzeugkasten «Gewusst wie – Wohneigentum», ein praxisnaher Leitfaden, der interessierten Gruppen und Einzelpersonen als Handreichung für ihre eigenen Analysen und Initiativen bei der Eigentumsforschung im Bereich Wohnen dient.

Das Projekt ist ein Puzzlestück einer grösseren Vision, welche sich in Jacobs Forschung als Postdoc im Responsible City-Projekt einfügt. Weitere Finanzierungsanträge wurden für verwandte Forschungsprojekte eingereicht, welche das durch die ROREP finanzierte Projekt inhaltlich und zeitlich exzellent ergänzen. Ziel ist es auf den Erfahrungen bestehender Gruppen wie Stadt für Alle Basel, dem Urban Equipe in Zürich oder Wir Alle Sind Bern aufzubauen und erste bestehende Vernetzungen zivilgesellschaftlicher Initiativen zu stadtpolitischen Themen schweizweit durch Workshops und das Handbuch aktiv zu vernetzen.

Prix ROREP 2024

Der Prix ROREP 2024 wurde an folgende Preisträgerin verliehen:

Sinje Grenzdörffer für ihr Projekt «Dancing for future: what’s your move?».

Das transdisziplinäre Projekt «Dancing for future: what’s your move?» zielt darauf ab, Möglichkeitsräume für sozialökologisch gerechtes und wirtschaftlich nachhaltiges Handeln in der Kultur- und Kreativwirtschaft zu schaffen und sichtbar zu machen. Der Fokus liegt auf der Ko-Kreation und Umsetzung eines lokal verankerten nachhaltigen Tanzfestivals, welches sich durch die Vielfalt an involvierten Akteur:innen, einen niedrigschwelligen öffentlichkeitswirksamen Zugang für Bürger:innen und das zeitlich konzentrierte Format besonders gut als transformativer Experimentierraum eignet.

Mit dem Ansatz eines Reallabors ist es das Ziel des Projekts eine Vielzahl an transformativen Handlungspraktiken im Dialog zwischen Forschenden und Praktiker:innen zu entwerfen, praktisch umzusetzen und gemeinsam zu reflektieren und daraus zu lernen. In Übereinstimmung mit den Zielen und Schwerpunkten von ROREP bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, transdisziplinäre Arbeit in der lokalen Kultur-und Kreativswirtschaft von Bern voranzubringen. Dies ermöglicht es nicht nur transformative Erkenntnisse zu gewinnen, sondern auch durch praxis-basiertes ko-kreatives Experimentieren und Erforschen Pionierarbeit im Sinne von transformativen Forschungspraktiken zu leisten. Ein weiteres Ziel ist es ausserdem, bereits bestehende Praktiken im Bereich von Tanzfestivals für andere Kulturveranstaltungen/-formate sichtbar zu machen.

Das Projekt ist zentraler Bestandteil des PostDoc-Projekts «Moving local economies, dancing for future», welches durch das Center for Regional Development (CRED) und durch das Geographische Institut (Unit Wirtschaftsgeographie) der Universität Bern unterstützt und gefördert wird.

Prix ROREP 2023

Der Prix ROREP 2023 ging an zwei Preisträgerinnen:

Gabriela Debrunner für ihr Projekt «Wer entscheidet über unsere Städte – Wie und Warum? Akteure, Player, und Netzwerke in der Planung unserer Lebensräume».

Pauline Lavanchy für ihr Projekt «Bürgerbeteiligung – Grundlagen, politischer Wille und Mobilisierung von Akteuren und Akteurinnen im Hinblick auf territoriale Innovation».

v. l. n. r.: Gabriela Debrunner, Franz Kronthaler, Pauline Lavanchy
Prix ROREP 2022
  • Preisträgerin: Petra Stocker
  • Gefördertes Projekt: Ko-kreative Planung von Räumen der Begegnung auf Quartierebene
In der Mitte: Petra Stocker, Preisträgerin Prix ROREP 2022
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